Vom Growraum auf den Teller

Wie unser erster Basilikum in Schruns gelandet ist

Es gibt diese Momente, in denen aus Theorie plötzlich Realität wird. Genau so ein Moment war es für uns, als wir vor Kurzem die erste Ernte Basilikum aus unserer Plant Production Cell (PPC) in den Händen gehalten haben. Nicht als Testlauf im Labor, nicht als internes Experiment – sondern mit einem ganz konkreten Ziel: den Basilikum direkt in eine Küche zu bringen, wo er verarbeitet wird.

Und genau das ist passiert.

Nur wenige Minuten von unserem Standort entfernt, in Schruns, wurde unser erster Indoor-Basilikum an ein Restaurant geliefert. Frisch geerntet, ohne Umwege, ohne Zwischenlagerung. Was sonst oft Tage dauert, wurde hier auf ein Minimum reduziert. Für uns war das mehr als nur eine Lieferung – es war der erste echte Beweis, dass unser Ansatz auch außerhalb unserer eigenen vier Wände funktioniert.

Die Arbeit an der PPC begann ursprünglich aus einem anderen Gedanken heraus. Wir wollten verstehen, wie sich Klimabedingungen im Indoor-Anbau noch präziser steuern lassen. Licht ist dabei nur ein Teil des Systems. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung – all diese Faktoren greifen ineinander und entscheiden darüber, wie sich eine Pflanze entwickelt. Parallel dazu hat sich aber eine zweite Frage immer stärker in den Vordergrund gedrängt: Kann Indoor Plant Production auch wirtschaftlich sinnvoll sein?

Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich dieses Projekt.

Basilikum war dabei kein Zufall. Kaum eine Pflanze reagiert so sensibel auf Zeit und Transport wie frische Kräuter. Was heute geerntet wird, verliert oft schon am nächsten Tag deutlich an Qualität. Aroma, Struktur, Frische – alles hängt davon ab, wie schnell die Pflanze nach der Ernte weiterverarbeitet wird. Und genau hier liegt einer der größten Vorteile kontrollierter Indoor-Produktion.

In unserem Fall bedeutet das: ernten, verpacken, liefern – und kurze Zeit später liegt der Basilikum bereits in der Küche. Keine langen Lieferketten, keine Kühltransporte über mehrere Tage. Stattdessen ein direkter Weg vom Growraum auf den Teller.

In unserem Fall bedeutet das: ernten, verpacken, liefern – und kurze Zeit später liegt der Basilikum bereits in der Küche. Keine langen Lieferketten, keine Kühltransporte über mehrere Tage. Stattdessen ein direkter Weg vom Growraum auf den Teller.

Für das Restaurant eröffnet das eine neue Form von Planbarkeit. Die Qualität ist konstant, die Verfügbarkeit verlässlich und die Frische auf einem Niveau, das mit klassischem Handel kaum zu erreichen ist. Für uns wiederum ist es die Möglichkeit, unsere Systeme unter realen Bedingungen zu testen. Nicht in einer idealisierten Umgebung, sondern dort, wo das Produkt tatsächlich gebraucht wird.

Natürlich stehen wir noch ganz am Anfang. Die erste Ernte ist ein wichtiger Schritt, aber sie ist nur der Anfang eines längeren Prozesses. In den kommenden Monaten werden wir weiter an der Klimastrategie innerhalb der PPC arbeiten, die Produktion stabilisieren und uns ansehen, wie sich das System skalieren lässt. Gleichzeitig wird sich zeigen, welche Kulturen sich neben Basilikum sinnvoll integrieren lassen.

Was dieses Projekt aber jetzt schon zeigt: Indoor Plant Production ist längst keine abstrakte Idee mehr. Sie kann funktionieren – technisch und praktisch. Die Frage, die bleibt, ist nicht mehr ob, sondern wie gut.

Und vielleicht beginnt die Antwort genau hier: mit ein paar frischen Blättern Basilikum aus Schruns.

SANlight Blog

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